• Julia Volckmer

Wie Marketers heute schon mit KI starten können


Unternehmen aller Branchen werden bis 2025 mehr als 100 Milliarden Dollar pro Jahr für Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgeben. Die Marketingbranche wird da keine Ausnahme machen.

KI verspricht, das Marketing intelligenter, kundenfreundlicher und letztlich effektiver zu machen. Bald wird die KI von einer "Nice-to-Have"-Fähigkeit zu einer "Have-to-Have"-Fähigkeit übergehen. KI ist die Voraussetzung dafür, aus den riesigen Datenmengen (strukturierte als auch unstrukturierte), die von einer Explosion an digitalen Touchpoints generiert werden, verwertbare Erkenntnisse in einer Geschwindigkeit zu liefern, um den personalisierten Service zu liefern, den Kunden heute verlangen.

Interessanterweise ist die Ausgereiftheit der KI-Technologien in vielen Fällen bereits weiter und schneller fortgeschritten als die Fähigkeit der meisten Unternehmen, sie tatsächlich zu nutzen. Auf der einen Seite stehen die technischen Herausforderungen, Daten zu sammeln und zu standardisieren - also verschiedene Arten von Daten vergleichbar zu machen - sie mit einer einheitlichen Sicht auf den Kunden zu verbinden und dann die KI-getriebenen Entscheidungen in reale Maßnahmen umzusetzen. Auf der anderen Seite gibt es echte philosophische, ethische oder zumindest unternehmenspolitische Entscheidungen hinsichtlich des Werteverhältnisses zwischen Marketer und Kunde, wenn Daten getauscht und zur Optimierung von Marketingerfahrungen genutzt werden.

Die gute Nachricht ist, dass an beiden Fronten spürbare Fortschritte zu verzeichnen sind. Für Unternehmen, die KI nutzen wollen, gibt es Maßnahmen, die sie heute ergreifen können. Aber zunächst, wie kann KI helfen, Marketing effektiver zu machen?

I. Einsatz von KI im Marketing

Kluge Vermarkter entwickeln oder kooperieren, um KI zu entwickeln. KI wird bereits in der Werbeansprache und Kundensegmentierung eingesetzt, aber es gibt noch weitere Möglichkeiten, wie z.B.:

  • KI-gesteuerte Chatbots nutzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Kundendaten, um Fragen zu beantworten und Kunden beim Kauf zu beraten. Nehmen Sie Sephoras Kik-Bot, der die Kunden über ihre Make-up-Vorlieben befragt und dann mit spezifischen Produktinformationen aufwartet.

  • Eine KI-erweiterte Bildsuche ermöglicht es den Nutzern, Bilder von Produkten hochzuladen, an denen sie interessiert sind, um relevante Einkaufsideen zu finden. Beim Unternehmen CamFind können Sie ein Photo von etwas in der physischen Welt machen und erhalten digitale Informationen dazu. Ein Beispiel: Sie sehen ein Poster für einen Film, den Sie gerne sehen würden. Ein Photo und CamFind zeigt Ihnen Filmbewertungen, -zeiten und -orte.

  • Personalisierte Trainingsroutinen und Ernährungsinformationen können auf Basis von Daten anderer Konsumenten mit ähnlichem Lebensstil erstellt werden - amazon läßt grüßen. Zum Beispiel hat UnderArmour KI eingesetzt, um einen "persönlichen Gesundheitsberater" zu schaffen, der den Benutzern zeitnahes, evidenzbasiertes Coaching rund um Schlaf, Fitness, Aktivität und Ernährung bietet.

II. Wie man KI in die Praxis umsetzt

Es gibt drei Kernbereiche, die Ihnen dabei helfen, KI für das Marketing zu nutzen:

  1. Checken Sie ihre Datenschutzrichtlinien,

  2. Machen Sie Ihre Daten anwendbar und

  3. Wählen Sie den richtigen KI-Partner.

zu 1. Checken Sie Ihre Datenschutzrichtlinien:

Bevor Sie beginnen, ist es wichtig, Ihre Richtlinien für den Umgang mit Kundendaten, Transparenz und Kontrolle kritisch zu prüfen. Ihr Unternehmen muss sicherstellen, dass Sie die Allgemeine Datenschutzverordnung (GDPR) der EU einhalten, ggfs. müssen Sie Anpassungen vornehmen. Ihre Kunden sollten in der Lage sein, mit den eingesetzten Geräten - von Webbrowsern über Mobiltelefone bis hin zu Sprachassistenten - in dem Wissen zu interagieren, dass ihre Daten auf sinnvolle Art und Weise verwendet werden, in Übereinstimmung mit ihren Präferenzen und Erwartungen, denen sie ausdrücklich zugestimmt haben.

zu 2. Machen Sie Ihre Daten verwertbar:

  • Gemeinsamer Identifier: Mit der Explosion der eingesetzten Geräte ist die digitale Identität heute stark fragmentiert, was zu Head-Scratching-Erfahrungen bei denen führt, die ein großartiges neues Mitgliedschaftsangebot herausbringen.. leider kommuniziert auch an jemanden, der bereits Mitglied ist. Der erste Schritt besteht darin, eine gemeinsame Customer-Id, in der Regel eine alphanumerische Zeichenfolge, über verschiedene Berührungspunkte und Datensätze hinweg festzulegen, um eine einheitliche Sicht auf den Kunden zu schaffen.

  • Datenerfassung: KI kann aus all Ihren Daten Erkenntnisse gewinnen, aber nur, wenn Sie sie nicht nur sammeln, sondern auch standardisieren können. Wählen Sie eine Datenmanagement-Plattform (DMP), die die oben genannte Identitätslösung enthält und Daten aus einer Vielzahl von Quellen verarbeiten kann, sodass Sie alle Ihre Daten sammeln, organisieren und zentral verwalten, sie in granulare Zielgruppen segmentieren und für das Marketing in Echtzeit aktivieren können.

  • Verbindung bisher loser Enden: Die besten Kundenerlebnisse finden über Touchpoints hinweg statt, unabhängig davon, ob es sich um "bezahlte" (Online, Connected TV oder digitale Audio-Anzeigen), "eigene" (Ihre Geschäfte, Websites, Call Center) oder "verdiente" (PR, Blog-Posts, Social Media) handelt. Obwohl es bisher nur wenige Plattformen gibt, die Marketing über alle diese Berührungspunkte hinweg anbieten können, können Technologien auf dem gemeinsamen Identifier und den gesammelten Daten aufbauen, um eine konsistente Ausführung über eine Reihe von Plattformen und Tools hinweg zu gewährleisten.

zu 3. Wählen Sie den richtigen KI-Partner aus: Mit Richtlinien, Datenbeständen und Datenanbindungen sind die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass KI optimale Entscheidungen treffen und die tatsächliche Performance des Unternehmens steigern kann. Für beste Ergebnisse und schnellsten Return on Investment sollten Sie sich für einen Partner entscheiden, der über eine echte KI-Erfahrung verfügt, nicht nur über regelbasierte Entscheidungen, die für das Datenvolumen und die Kombinationen von Interaktionen, die Marketers heute verwalten, unmöglich zu skalieren sind. Darüber hinaus sollten Sie sich für Partner entscheiden, die über echte Erfahrung im Umgang mit Ihren speziellen Use Cases und der Zusammenarbeit mit Ihren bestehenden Technologiepartnern verfügen. Schließlich, wie bei jeder Lieferantenbeziehung, sollten Sie die ethische und philosophische Herangehensweise Ihres Partners an KI überprüfen: Es ist immer noch eine neue Technologie, die durchdachte Leitplanken erfordert, um auf verantwortungsvolle Weise effektive Ergebnisse zu erzielen.

KI ist nicht mehr nur ein Hype - es ist ein "Muss", das Sie heute mit den oben beschriebenen Schritten in Ihr Marketing integrieren können.

Die Wahl des richtigen Partners ist wichtig. Wir sind Experten bei System- und Dienstleisterauswahl. Sprechen Sie uns gerne an!

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