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Segmentierung und Personalisierung im B2B: Wann lohnt sich der Aufwand wirklich?

  • Autorenbild: Greta Sarapinaite
    Greta Sarapinaite
  • vor 4 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit
Glühbirnen und eine funktionierende
Lohnt sich der Aufwand für Personalisierung?

Zunächst einmal: Was bedeuten Segmentierung und Personalisierung überhaupt?


Bevor wir in Strategien und Modelle eintauchen, ist es wichtig, die Begriffe Segmentierung und Personalisierung im B2B-Marketing klar zu definieren – denn sie werden oft verwechselt oder gleichgesetzt, obwohl sie unterschiedliche Rollen im Marketingprozess spielen.


Was ist Segmentierung?


Segmentierung bezeichnet die strategische Aufteilung des Gesamtmarktes in kleinere, klar definierte Zielgruppen, die gemeinsame Merkmale aufweisen. Ziel ist es, die Kommunikation zielgerichtet, relevant und effizient zu gestalten.

Im B2B-Umfeld erfolgt die Segmentierung häufig nach:


  • Firmografischen Daten (Branche, Größe, Standort)

  • Entscheidungsrollen

  • Verhalten (z. B. Interaktionen mit Inhalten)

  • Herausforderungen oder Zielen

  • Geografischen Regionen


Segmentierung beantwortet die Frage:„Mit wem sprechen wir genau?“



Was ist Personalisierung?


Personalisierung beschreibt die maßgeschneiderte Ansprache dieser Zielgruppen – oder sogar einzelner Personen – basierend auf den vorliegenden Informationen. Es geht darum, Inhalte, Botschaften oder Erlebnisse individuell abzustimmen.


Personalisierung beantwortet die Frage:„Wie sprechen wir unsere Zielperson so an, dass sie sich wirklich angesprochen fühlt?“


71 % der Kundinnen und Kunden personalisierte Erlebnisse – und 76 % zeigen sich frustriert, wenn diese Erwartung nicht erfüllt wird.

Frauen mit einem grünen Hemd arbeiten

Heute ist Personalisierung nicht mehr nur ein „Nice-to-have“, sondern in vielen Fällen geschäftskritisch. Laut McKinsey erwarten 71 % der Kundinnen und Kunden personalisierte Erlebnisse – und 76 % zeigen sich frustriert, wenn diese Erwartung nicht erfüllt wird. In einer Zeit steigender Ansprüche und zunehmender Marktsättigung machen Unternehmen, die in Personalisierung investieren, messbare Fortschritte: Sie erzielen bis zu 40 % mehr Umsatz als ihre Wettbewerber.


Segmentierung schafft also die Grundlage – Personalisierung sorgt für die Conversion.


Die wichtigsten Segmentierungsmodelle für erfolgreiche B2B-Personalisierung


Für wirksame Personalisierung braucht es zuerst intelligente Segmentierung. Die folgenden vier Segmentierungsmodelle haben sich im B2B als besonders wirkungsvoll erwiesen:


1. Firmografische Segmentierung


Was ist das?

Die Einteilung von Unternehmen anhand objektiver Merkmale wie:

  • Branche (z. B. Fertigung, IT, Logistik)

  • Unternehmensgröße (Mitarbeitende, Umsatz)

  • Standort (z. B. DACH-Region)

  • Rechtsform oder Eigentümerstruktur


Warum ist das wichtig?

Diese Merkmale sind leicht verfügbar und liefern eine erste Schicht an Relevanz. So kann etwa ein mittelständisches SaaS-Unternehmen aus München ganz anders angesprochen werden als ein internationaler Konzern mit Sitz in Zürich.


Anwendungsbeispiele:

  • LinkedIn Ads nach Branche und Firmengröße

  • Branchenspezifische Landingpages

  • Lokalisierte Newsletter-Inhalte


2. Verhaltensbasierte Segmentierung


Was ist das?

Segmentierung basierend auf dem tatsächlichen Verhalten von Kontakten, wie z. B.:

  • Besuchte Seiten auf Ihrer Website

  • Downloads von Whitepapers oder Checklisten

  • Interaktionen mit E-Mails oder LinkedIn-Beiträgen


Warum ist das wichtig?

Verhalten zeigt Kaufinteresse und Bedarf. Wer sich intensiv mit einem bestimmten Thema beschäftigt, sendet klare Signale, auf die Sie reagieren sollten.


Anwendungsbeispiele:

  • E-Mail-Automationen basierend auf Download-Verhalten

  • Remarketing-Kampagnen auf LinkedIn

  • Dynamische Inhalte auf Ihrer Website


3. Bedarfsorientierte Segmentierung


Was ist das?

Kategorisierung nach spezifischen Herausforderungen, Zielen oder Handlungsbedarfen einer Zielgruppe.

Beispiele:

  • Digitalisierung von Geschäftsprozessen

  • Kostenreduktion

  • Internationalisierung

  • IT-Sicherheit


Warum ist das wichtig?

Diese Form der Segmentierung erlaubt eine emotional relevante und lösungsorientierte Ansprache – genau das, was Entscheider in komplexen B2B-Prozessen brauchen.


Anwendungsbeispiele:

  • Content und Kampagnen, die konkrete Probleme adressieren

  • Case Studies mit ähnlichen Herausforderungen

  • Vertriebsargumente basierend auf dem Unternehmensziel


4. Segmentierung nach Entscheiderrolle


Was ist das?

Segmentierung nach der Funktion oder Rolle in der Entscheidungsfindung, z. B.:

  • CEO (strategische Vision)

  • CFO (Kosten, ROI)

  • CTO (technische Anforderungen)

  • Einkaufsleitung (Effizienz, Vertragsbedingungen)


Warum ist das wichtig?

Im B2B entscheiden oft mehrere Personen gemeinsam. Jeder Stakeholder hat unterschiedliche Perspektiven und Prioritäten, die Sie gezielt ansprechen sollten.


Anwendungsbeispiele:

  • Persona-spezifische Inhalte (z. B. „ROI-Guide für CFOs“)

  • LinkedIn-Nachrichten, die auf jeweilige Rolle eingehen

  • Vertriebsunterlagen mit passender Argumentation je Persona


Wie passen Segmentierung und Personalisierung in den B2B-Funnel?


AIDA funnel

Top of Funnel – Awareness-Phase

Ziel: Aufmerksamkeit bei den richtigen Zielgruppen erzeugen


Maßnahmen:


Segmentierung sorgt dafür, dass Sie die richtigen Personen erreichen.Personalisierung sorgt dafür, dass Ihre Botschaft Wirkung zeigt.


Middle of Funnel – Interest & Desire-Phase (Interesse & Wunsch)

Ziel: Interesse wecken, Relevanz beweisen und Bedarf erzeugen


Maßnahmen:

  • Automatisierte E-Mail-Strecken basierend auf Interessen

  • Webinare und Case Studies je Branche oder Segment

  • Retargeting-Kampagnen mit passendem Content


Hier entfalten verhaltensbasierte und bedarfsorientierte Segmentierungen ihr volles Potenzial – weil sie genau dort ansetzen, wo das Interesse konkret wird.


Bottom of Funnel – Action-Phase (Handlung/Entscheidung)

Ziel: Abschlüsse vorbereiten, Entscheidungsprozesse beschleunigen


Maßnahmen:

  • Personalisierte Angebote, ROI-Rechner oder Demo-Termine

  • Account-Based Marketing mit firmografischer Segmentierung

  • Vertriebsunterlagen, zugeschnitten auf die Entscheiderrolle


Jetzt ist der Moment für hochpersonalisierte Kommunikation – um Vertrauen zu festigen und die finale Entscheidung positiv zu beeinflussen.


Wann lohnt sich der Aufwand?


Wie bereits erwähnt, sind Segmentierung und Personalisierung nicht nur „nice to have“, sondern für eine erfolgreiche B2B-Kommunikation heute unverzichtbar.


Der Aufwand lohnt sich besonders, wenn:

  • Ihr Angebot mehrere Zielgruppen adressiert

  • Sie international oder in mehreren Branchen tätig sind

  • Ihre Vertriebszyklen komplex oder lang sind

  • Ihr Marketing skalierbar und datengestützt arbeiten soll


Die Vorteile sind messbar:

  • Höhere Conversion Rates

  • Mehr qualifizierte Leads

  • Kürzere Entscheidungsprozesse

  • Stärkere Kundenbindung


Fazit: Strategisch segmentieren, intelligent personalisieren


Segmentierung und Personalisierung sind keine kurzfristigen Taktiken, sondern zentrale Bestandteile moderner B2B-Marketingstrategien. Wer seine Zielgruppen versteht und sie individuell anspricht, gewinnt nicht nur Aufmerksamkeit – sondern auch Vertrauen und Umsatz.


Die AVENTHO unterstützt Unternehmen dabei, genau das umzusetzen – strategisch fundiert, technologisch sauber und mit messbarem Erfolg.




 
 
 

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